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Prägnante Stationen auf dem Lebensweg

Cornelius Schuler wurde im Jahr 1910 in Augsburg als letztes von zehn Kindern geboren. Er sollte ursprünglich Lehrer werden. Bedingt durch Krieg, Inflation und wirtschaftliche Not kam alles ganz anders. Cornelius ging bei einem jüdischen Kaufmann für Haushaltwaren in die Lehre. Die Tüchtigkeit, der Fleiß, die Toleranz und vor allem die menschliche Art seines Lehrherrn prägten ihn für sein Leben. Bereits während seiner Ausbildung stellte Cornelius Schuler sein verkäuferisches Talent unter Beweis. Die Wanderjahre führten ihn in die deutschen Großstädte und letztendlich, als Vertreter für eine pharmazeutische Fabrik, nach Stuttgart. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs kam ihm seine kaufmännische Ausbildung zugute, er wurde kurz nach Beginn seiner Soldatenzeit in die Zahlmeisterei versetzt. Nach Kriegsende startete er im zerbombten Stuttgart mit seinem „Kleinen Laden“, der sich bald zu einem ansehnlichen Textilgeschäft mauserte. Trotz dieses Erfolges zog es Cornelius Schuler im Jahr 1949 hin zu neuen Ufern. Er wanderte nach Brasilien aus, wurde dort aber nie richtig heimisch. Es zog ihn zurück nach Stuttgart. Inspiriert von den Eindrücken seiner Reisen und seinem Gespür für neue Märkte eröffnete er im Jahr 1952 die Cornelius-Schuler-Gaststätte in der Königstraße. Damit war die Basis für den Erfolg der Schuler-Unternehmensgruppe geschaffen. Cornelius Schuler starb 1998 im Alter von 88 Jahren.